EuroEyes Cyclassics 2019

25. August 2019

Hamburg Cyclassics 2019 – Was für ein Wochenende!

Der Samstag

Mit sechs „Steinhägern“ haben wir uns in diesem Jahr bei den EuroEyes Cyclassics in Hamburg angemeldet. Vier Mal 100 km und zwei Mal 60er. Die Anreise war am Samstag, bei schönstem Sommerwetter. Nach einem Kaffee an der Binnenalster sind anschließend locker über die Fahrrad-Messe geschlendert – Hammer… es gibt fast nichts, was es nicht gibt! Und ehrlich gesagt, wenn man das ca. 6kg leichte Rad eines großen deutschen Fahrradherstellers in der Hand hatte, meinte man sofort, dass man das auch braucht… na gut… für mich persönlich ist abnehmen wohl effektiver und billiger 😉 – aber für manch einem aus dem Team könnte das was sein.

Was am Samstag nie fehlen darf, ist der Gang zur Mönkebergstraße. Nicht zum Shoppen – das RadRace Battle stand an – 200m Sprint „Mann gegen Mann“ und „Frau gegen Frau“ – letztes Jahr ist noch einer von uns mitgefahren. 2019 war die Vorbereitungszeit doch etwas zu kurz, denn die Ausschreibung erfolgte erst Anfang August. Aber einfach klasse, wie die Fahrerinnen und Fahrer nach einem „5,4,3,2,1 – Kick it“ quasi von der Startrampe hinunter fliegen immer geradeaus Richtung Ziel!

Vor dem Rennen

Kommen wir nun zum eigentlichen Ereignis: der Sonntagvormittag. Bei mir klingelte der Wecker um kurz vor 6, denn Start für die 60er war um 7:25 Uhr. Ruhig unter die Dusche, angezogen und dann… oh NEIN! Der Helm – ich hatte meinen Helm vergessen! Zum Glück wurde mir der Tipp gegeben (DANKE dafür!), dass unser Hotel Fahrräder verleihen würde und es dort vielleicht auch Helme gibt – und BINGO! Der nette und zuvorkommende Mann von der Rezeption hat mir schnell einen Helm in passender Größe herausgesucht. Gut „das Ding“ war nicht schön, aber es sollte das tun, wofür es hergestellt wurde und nur mit einem Helm kann man starten. Also vielen Dank an das Scandic Emporio, für den Helm und dafür, dass für uns Radfahrer die Frühstückszeit extra auf 5:30 Uhr vorverlegt wurde. Das ich dann noch fast meine Brille vergessen habe und zu guter letzt auch noch mein Fahrradcomputer meinte, seinen Geist aufgeben zu müssen, war dann fast nebensächlich.

Go Team Steinhäger!

Unsere Fans der 60er Tour!

Die 60er Strecke

Also grade noch Frühstücken und ab zum Start. Gemeinsam mit rund 4500 Männern und Frauen ging es auf die 60 km Strecke. Gleich einen schnellen Zug gefunden, ging es dann mit zügiger Geschwindigkeit rund. Wer gerne Rennrad fährt sollte sich diesen Spaß nicht entgehen lassen. Die Streckenführung geht vom Alsterglacis Richtung Schenefeld, Pinneberg und dann über Holm nach Wedel. Dann die Anstiege in Blankenese, der Kösterberg mit maximaler Steigung von 7%. Für mich in diesem Jahr eine größere Anstrengung – für Maik eher ein Hügelchen. Aber wer das geschafft hat, den erwartet ein toller Blick auf die Elbe. Dann weiter über die Elbchaussee in Richtung Hamburg Stadtmitte. Kurz noch über die Reeperbahn geflogen und dann wartete die Mönckebergstraße auf uns. Was für ein Erlebnis. Jubel wie bei der Tour de France… und wir mittendrin! Traumhaft. Die letzten Meter bis zur Ziellinie noch mal eben einen Sprint hingelegt… warum? Keine Ahnung – weil das die Profis auch machen 😉 Am Ende wurde uns jeweils noch eine Teilnahmemedaille umgehängt. Dann ab unter die Dusche und wieder zurück zur Strecke, denn die 100er sollten auch in kürze ankommen.

Die 100km Strecke

Wie ist es den vier Steinhägern auf der mittleren Tour ergangen? Gemeinsam mit mehr als 5400 Fahrerinnen und Fahrern gingen sie auf die Strecke. „Ruhig weg“ – so hieß es am Abend zuvor beim Essen noch. Doch dann kam alles anders. Der Start wurde freigegeben und dann kam plötzlich ein passender Zug vorbei. Da hieß es dranbleiben. Mit Geschwindigkeiten von mehr als 40 km/h flogen sie durch den Nordosten von Hamburg, am Stadtpark vorbei raus aus Hamburg Richtung Schleswig-Holstein Ahrensburg und dann der Schwenk nach Trittau. Dann runter nach Glinde und Reinbek, bevor Hamburg wieder erreicht wurde. Noch einmal kurz an der Alster vorbeifliegen, dann rum zum Rathaus und es ging auf der Mönkebergstraße ins Ziel. Genau dort haben wir auf die vier Männer gewartet. Die Stimmung war noch besser als auf der 60er-Runde. Noch mehr Menschen standen um den Start herum. Super Stimmung! Dann bekamen wir den Bericht, warum die Jungs nicht zu bremsen waren.  Es bildete sich quasi ein Team Endspurt Herford/Steinhäger 😉. Zusammen mit einem super durchtrainierten Herforder sind sie einen Großteil der Strecke abgeflogen – den Erzählungen nach fast mit Lichtgeschwindigkeit, zumindest so müssen sich die gefühlt haben, die von der Gruppe überholt wurde. Im Ziel dann das verdiente alkoholfreie Weizen, etwas Obst und Wasser und natürlich die Medaille. Dann in den Duschwagen und die EuroEyes Cyclassics Hamburg 2019 waren beendet… zumindest vom Ablauf. Aber natürlich haben wir den ganzen Tag fast kein anderes Thema mehr gehabt.

Nach unserem Rennen

Ach ja, wer dann noch richtigen Radsport sehen wollte, der konnte noch das Profi-Rennen verfolgen. Wir haben uns diesmal für eine Bootstour auf der Elbe entschieden. Irgendwie haben unsere Familien den ganzen Tag doch genug Fahrräder gesehen – und ein Spaß was die Barkassenfahrt in Hamburg auch. Wir hatten was zu sehen, wir brauchten nicht viel sprechen – das hat der Kapitän übernommen und wir konnten etwas frische Luft genießen, auf dem Wasser mit dem Sonnenschutz war es doch ein paar Grad kälter.

DANKE

Es gibt noch ein paar Menschen/Organisationen, denen wir danken wollen:

  • Danke an alle Organisatoren, Helfern und Volunteers rund um die @Cyclassics
  • Danke an die @feuerwehr und die @hamburgerpolizei für die tolle Absperrung der Strecke
  • Danke an das Hotel @scandichamburg
  • Danke an den Kollegen vom @endspurtherford , der uns lange Zeit die 100er-Gruppe angeführt hat
  • Danke an alle Hamburger, die die vielen Menschen und auch die Straßensperren rund um das Rennen ertragen
  • Danke an unsere Familien für die Unterstützung

Ergebnisse Team Steinhäger 100km

100 km (5737 Fahrer insgesamt)

HeikoPlatz 460, Ø-Geschwindigkeit: 40,33 km/h
Stefan L. – Platz 907, Ø-Geschwindigkeit: 39,11 km/h
Olaf – Platz 2202, Ø-Geschwindigkeit: 36,89 km/h
Tobias – Platz 2693, Ø-Geschwindigkeit: 36,08 km/h

2x unter den besten 1000 Fahrern!!!

Teamergebnis (Wertung ab 4 Fahrer) – gemeldet 170 Teams:
Platz 41 – Fahrzeit für 4 Fahrer: 10:42:28 Stunden

Ergebnisse Team Steinhäger 60km

60 km (3629 Fahrer insgesamt)

Maik-Oliver – Platz 1746, Ø-Geschwindigkeit: 34,19 km/h (danke, dass Du immer wieder auf mich gewartet hast)
Stefan R. – Platz 1986, Ø-Geschwindigkeit: 33,49 km/h

Keine Teamwertung

Abschließend können wir nur allen Rennradfreunden empfehlen: Fahrt RTF´s, und Hobby-Radrennen – macht mal mit bei den Cyclassics. Und….

„Fahrt mäßig, aber regelmäßig!“

 

Ein Nachtrag in eigener Sache:

Vielen Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie des Klinikums Bielefeld.

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